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Rostock - Die Rostocker Aalschlange am Rathaus

Kühlungsborn, Landkreis Rostock

Blocksberges Errichtung

Mitten im heutigen Stadtwald, der die beiden großen Kühlungsborner Stadtteile verbindet, liegt der ausgeschilderte Blocksberg, der auch hier mit Hexen in Verbindung gebracht wird. Blocksberge als Flurnamenbezeichnungen sind über das ganze Land verteilt und beziehen sich auf den »Block« (den Klotz) des Scharfrichters, der auf speziellen Hügeln vor den Gemeindetoren die Hinrichtungen – auch die angeklagter »Hexen« – vornahm.

Blocksberge konnten sowohl natürliche Erhebungen als auch künstlich errichtete Erhöhungen wie Burgen oder Grabhügel sein. Diese un- bzw. übernatürlich wirkenden »Berge«, die mit dem Tod in Verbindung standen, stellte man sich als Orte des nächtlichen Hexentanzes unter Herrschaft des Teufels als Ziegenbock vor.

Das Hügelgrab aus der Bronzezeit (1800 – 600 v. Chr.) von 2,50 m Höhe und etwa 13 m Durchmesser wurde 1957 ausgegraben und wissenschaftlich bearbeitet.
Man fand drei nahezu leere Gräber als Steinsetzungen und eine zum Totenkult gehörende Brandstelle.

Text aus: Hartmut Schmied, Geister, Götter, Teufelssteine. Sagen- & Legendenführer Mecklenburg-Vorpommern 2018, 3. Auflage, Rostock 2018, S. 90
Bild: Blocksberg im Stadtwald Kühlungsborn, Foto: Hartmut Schmied