Am Sonntag, den 8. März 2026 wurde die Sonderausstellung „Mecklenburg Sagenhaft“ mit bunt-fröhlichen Illustrationen von Andrea Sommerfeldt in der Alten Synagoge eröffnet: Mutige Kinder, brotdumme Bösewichte oder Kanonenkugelkegeln – die hiesige Sagenwelt hat es in sich. Die Ausstellung zeigt rund 30 Aquarelle der Grafikerin aus Rostock (früher Güstrow) zu ausgewählten Überlieferungen dieses Schatzes. Sie illustriert regionale Sagen, setzt sie mit gekonntem Strich um und bringt den Kern der Erzählungen mit einem Augenzwinkern auf den Punkt.
Weshalb hat Hagenow keine Stadttore? Was hat es mit den Muränen im Schaalsee auf sich? Und warum hat der Türklopfer in Neubrandenburg diese eigenartige Form? Antworten auf diese Fragen und weitere spannend-heitere Sagen bietet die Ausstellung in der Alten Synagoge. Übrigens: Das Erzählen von Sagen in Mecklenburg hat Tradition – im Jahr 2021 wurde diese Vielfalt in das Bundesweite Verzeichnis des Immateriellem Kulturerbes aufgenommen.
Die Ausstellung entstand im Auftrag und unter Federführung der Stiftung Mecklenburg. Das Buch zur Ausstellung „Riesen, Zwerge, Fabeltiere. Sagen aus Mecklenburg für Kinder“ von Hartmut Schmied ist im Callidus Verlag erschienen. Der Musiker und Volkskundler Ralf Gehler sorgte für den musikalischen Rahmen der Vernissage. Die Ausstellung ist noch bis zum 28. Juni 2026 in der Alten Synagoge zu sehen.
Text: Thomas Kühn, M.A., Museumsdirektor, Museum für Alltagskultur der Griesen Gegend und Alte Synagoge
Die Illustrationen der Ausstellung finden sich in dem Sagenbuch:
Hartmut Schmied: Riesen, Zwerge, Fabeltiere. Sagen aus Mecklenburg für Kinder, Wismar 2020 (1. Auflage), 2021 (2. Auflage), 2023 (3. und 4. Auflage)
Erhältlich ist das Buch begleitend zur Ausstellung im Museum für Alltagskultur der Griesen Gegend Hagenow und Alter Synagoge, in der Stiftung Mecklenburg, Schliemannstr. 2, 19055 Schwerin, Tel. 0385-77883820, per Mail an info@stiftung-mecklenburg.de oder unter www.stiftung-mecklenburg.de/publikationen/shop sowie im Buchhandel. Mehr zum Buch hier.
